Der Tag startet mit einem Termin in meiner Praxis. Eine Schwangerenvorsorge steht an, mit allem, was dazu gehört. Das Herz des Babys schlägt wunderbar, es gibt keine großen Probleme. Wir besprechen die Anmeldung für einen Geburtsvorbereitungskurs, den Geburtsort und klopfen die Wochenbettbetreuung fest.
Weiter geht es mit einem Besuch bei der Mutter mit der schmerzenden Brust. Das Fieber sinkt, die Schmerzen sind noch da. Wir verabreden für abends noch einen Kontrollbesuch.
Als nächstes fahre ich zu einer Schwangeren,deren Kind mit dem Po nach unten liegt. Zum dritten Mal steht heute eine Moxatherapie an, um das Baby davon zu überzeugen, sich mit dem Kopf nach unten zu drehen. Ich taste den Bauch ab, höre nach dem Herzschlag des Babys und bin zu 99 % sicher, dass es sich schon gedreht hat. Wir verzichten auf das Moxen.
Nach der Mittagspause besuche ich eine Mutter, die zwischenzeitlich vom Stillen auf Abpumpen umgestiegen ist. Das Baby hat gut zugenommen, die Brust tut nicht mehr so weh, sie möchte wieder auf Stillen umsteigen. Abends werden wir am Telefon besprechen, ob es geklappt hat und wie es weitergeht.
Bei meinem “frischen” Hausgeburtskind steht heute das Neugeborenenscreening an. Ich piekse das Baby in die Ferse und schicke ein paar Blutstropfen ins Labor, um das Blut auf Stoffwechselerkrankungen testen zu lassen. Die Rückbildung der Gebärmutter ist super, dem Lehrbuch um ungefähr eine Woche voraus. Es ist weiter alles ganz entspannt – so selbstverständlich kann es sein nach einer Hausgeburt! Mehr