In der vergangenen Nacht wurde ich als zweite Hebamme zu einer Hausgeburt dazu gerufen und hatte nach ungefähr einem Jahr Abstinenz die Gelegenheit, wieder die Geburt einer Familie hautnah mitzuerleben. Es war wie im Lehrbuch der Hausgeburtshilfe, wunderschön. Mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht bin ich im Morgengrauen wieder nach Hause gefahren. Dieses wunderbare Gefühl, das eine Hebamme erfüllt, Mehr
Babyfriendly Hospital
18. April 2012
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Nach langer Zeit wieder mal ein schönes Video: Ein Rap zum Thema “Babyfriendly Hospital”, die zehn Schritte zum Stillen. Das Video wurde in den USA produziert, ist aber (bis auf die Doula) auf deutsche Verhältnisse übertragbar.
Hebammen-Handwerkskunst
30. Januar 2012
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Eins ist klar: ich bin und bleibe Hebamme, und Hebammenarbeit ist Handarbeit. Heute morgen in der Praxis war das mal wieder ganz deutlich. Die Hand auf einen kleinen Babybauch zu legen, das Kind zu spüren, mit ihm wortlos Verbindung aufzunehmen, die Herztöne hörbar zu machen, die Freude der Mutter zu teilen, Earseeds gegen Übelkeit aufs Ohr zu kleben – all das ist gute alte Handwerkskunst, nah am Leben, und macht einfach nur Spaß! Und wenn’s Frauen sind, die ich beim ersten Kind schon begleitet habe, dann macht’s noch mehr Spaß! Dafür nehme ich dann auch gerne den Kampf mit Luft in den Heizkörpern, tropfendem Wasserhahn und defektem Spülkasten in der Praxis auf.
elektronische Hebammensuche
16. Januar 2012
Das Problem: Frau mit Wohnsitz in einem Bundesland, Arbeitsplatz und Zweitwohnsitz in einem anderen Bundesland, ist schwanger, weiß nicht, wo sie nach der Geburt sein wird, und sucht für beide Wohnsitze Hebammenbetreuung im Wochenbett.
Die Lösung: Hebamme aus dem Bundesland A kontaktiert über Facebook Hebamme aus dem Bundesland B. Die wohnt zu weit weg, kennt aber eine Hebamme aus dem Ort, um den es geht. Schickt die Facebook-Anfrage über E-Mail an die Kollegin. Die kann nicht, kennt aber wiederum eine andere, der sie die Frage weiterleitet. Diese meldet sich per E-Mail bei der Hebamme aus dem Bundesland B und sagt die Betreuung zu. Die Hebamme aus dem Bundesland B kopiert diese Zusage und schickt sie über Facebook an die Hebamme aus dem Bundesland A. Diese wird wiederum der Frau die Botschaft weitergeben, und – schwuppdiwupp – ist die Sache geregelt, dank sozialer Netzwerke und elektronischer Post.
Was hätten wir nur vor 10 Jahren in so einem Fall getan????
Nabelschnur: eine geniale Verbindung
16. Januar 2012
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WDR 5 hat einen sehr hörenswerten Beitrag zum Thema “Nabelschnur” produziert – unbedingt anhören!!
einfach schön …
3. Januar 2012
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Eigentlich nur ein Trailer für einen Hausgeburtsfilm, aber auch so schon einfach schön – das lässt die Sehnsucht nach der Hausgeburtshilfe wieder einmal aufleben, nach fast neun Monaten Abstinenz ….
Fertig – das neue Jahr kann kommen!
1. Januar 2012
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Buchhaltung, Abrechnung, Abrechenprogramm, Praxiskonto, Belege, Fahrtenbuch – alles auf dem aktuellen Stand! Der Jahresabschluss 2010 ist gemacht, jetzt sind Kopf und Aktenordner frei für das neue Jahr. So schnell war ich noch nie, und ich bin stolz drauf!
Nur mal so zur Information: als freiberufliche Hebamme verbringt man ungefähr alle vier Wochen einen gesamten Tag mit dieser Form von Büroarbeit, und zusätzlich nochmal geschätzte drei Arbeitstage, bis alles für den Steuerberater fertig aufbereitet ist.
Danke!
31. Dezember 2011
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Allen Familien, die ich im vergangenen Jahr begleiten durfte, danke ich sehr für das Vertrauen, das Ihr mir entgegengebracht habt!
Ich freue mich, dass ich Mieke, Jonas, Anna Emilia, Jonathan, Luisa Romy, Liane, Christoph Marian und Rune Rasputin bei der Ankunft in dieser Welt in Empfang nehmen durfte.
Ebenfalls freue ich mich, dass ich Jette, Lorenz, Jula, Joshua, Mira, Theo, Mario, Carina, Ben, Johanna, Jonathan, Sophie, Anna, Nick Lennox, Friederike Louise, Henry, Ole Elias, Marlo, Leonie, Klara, Marlon, Bernard, Lucien, Liron-Rudolf, Linus-Leopold, Hannah Luise, Luca, Finja, Emilia Fiona, Annika Marie, Noah, Noyan, Sydney Austin, Ida, Fino, Jan, Frida, Justus, Frieda, Sarah Marlena, Ida, Ferdinand, Jule und einigen anderen neuen Erdenbürgern mit ihren Familien in den ersten Wochen und Monaten beistehen konnte.
Und danke an alle Kolleginnen, mit denen ich auch in diesem jetzt zu Ende gehenden Jahr wieder so gut zusammenarbeiten durfte. Wir Hebammen sind schon was ganz besonderes!!
Ich wünsche mir, dass wir auch im neuen Jahr mit Energie und Freude, trotz aller widrigen Umstände und Sorgen um unsere Existenz, für die Frauen und ihre Kinder da sein können.
Musikalisch schon im Mutterleib
31. Dezember 2011
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Ganz spannend: ein Film über Musik, Hören und ab der 40. Film-Minute über das Hören im Mutterleib. Mit einem Mikrofon in der Gebärmutter ist aufgenommen worden, was das Ungeborene hört! Darüber, dass eine Schwangere sich für so etwas zur Verfügung stellt, kann man geteilter Meinung sein, aber es ist auf jeden Fall faszinierend zu hören, und dann auch weiter zu erfahren, wie musikalisch schon Neugeborene sind! Unbedingt gucken!!!
Vorfreude
17. November 2011
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Einige Wochen erster Einarbeitung in die neue Tätigkeit für den Landesverband der Hebammen NRW liegen hinter mir, und es geht intensiv weiter.
Für morgen aber freue ich mich auf ein paar Stunden richtige normale grundständige Hebammenarbeit. Drei Hausbesuche habe ich vor. Zweimal wird es um die Einführung von erstem Brei, der “Beikost” gehen. Beide Familien habe ich schon in der Schwangerschaft kennengelernt, im Wochenbett betreut und zwischendurch immer wieder mal mit ihnen Kontakt gehabt. Jetzt sind die Babys so groß, dass das Thema Abstillen sich so langsam andeutet, und da ist NATÜRLICH die Hebamme die Fachfrau. Ich freue mich schon sehr darauf, die beiden Kinder morgen wiederzusehen.
Und ganz besonders freue ich mich auf den Wochenbettbesuch bei einer Familie, die ich schon bei ihren ersten beiden Kindern betreuen durfte. Das zweite Kind ist mit meiner Begleitung zur Welt gekommen. Dieses dritte Baby ist mit einer sehr lieben und kompetenten Kollegin geboren worden, weil ich ja keine Geburten mehr begleiten kann, aber die Hausbesuche darf ich nun übernehmen. Da merke ich schon, dass es mich schwer ankommt, auf Geburten zu verzichten. Aber, wie schon öfter gesagt, es war mir ja klar, dass die Rufbereitschaft für Geburten mit dem Engagement auf Landesebene nicht vereinbar ist. Abgesehen davon, dass die Finanzen die Geburtsbegleitung nur schwer zulassen würden. Jetzt bin ich erstmal gespannt, ob das neue Baby seinen Geschwistern ähnlich sieht!